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Kulturbus
macht die Jungfernfahrt
Am 25.
Juni haben die Bürger von fünf Gemeinden aus zwei
Landkreisen erstmals Gelegenheit ihren neuen Kulturbus zu
testen. Die erste Veranstaltung geht zu einer europaweit
viel beachteten Bluesformation, zu Netzer und Scheytt in die
Klosterschüer von Ofteringen (Wutöschingen)
Bonndorf/
Wutöschingen - Ein komplettes neues Kulturprogramm bieten
gleich fünf Gemeinden der Region ab sofort ihren Bürgern,
obwohl nicht eine zusätzliche Veranstaltung geplant ist.
Wutöschingen, Bonndorf, Löffingen, Schluchsee, Grafenhausen
profitieren vom neuen Kulturbus. Die Jungfernfahrt ist am
25. Juni nach Wutöschingen in die Kloster-Schüer zu den
Altmeistern des Blues, Netzer und Scheydt. Das euphorische
Echo auf ihre Auftritte ist auch nach 25 Jahren kein
bisschen abgeebbt, obschon sie das dienstälteste "Pärchen"
des Genre sind.
Zum open
Air in Bonndorf lockt der Schotte Graeme Lockhart bereits
eine Woche danach, am ersten Juli. Leidenschaft und Tiefe
versprechen Stimme und Texte, rockiges kommt von seiner
Band. In Schluchsee gibt es Dixie im Biergarten. Kabarett
bieten Schluchsee und Grafenhausen noch im Juli und August.
Das Großereignis, die Löffinger Kulturnacht schließt diesen
neuen Kleinkunstsommer ab. Im Herbst gibt es Puppentheater
in Wutöschingen, Chansons der 30-er Jahre in Bonndorf und
Grafenhausen beendet das neue Kulturjahr mit Irish Folk.
Das
Konzept für den Kulturbus ist so genial wie einfach. Im
ländlichen Raum wird viel geboten. Die Künstler reisen aus
vielen großen Städten, aus dem In- und Ausland an und bieten
ein hervorragendes Programm. Oft jedoch ebbt der
Informationsfluss an der Ortsgrenze ab und viel Hochrangiges
wird so versäumt. So kam die Vorsitzende des Bonndorfer
Folktreff, Gudrun Deinzer, auf die Idee, Vorhandenes zu
vernetzen und so der Bevölkerung ein leicht zu nutzendes
Zusatzprogramm zu präsentieren.
"Das
schönste ist, dass alle Kulturschaffenden der fünf Gemeinden
sich sofort gut verstanden haben und in nur einer Sitzung
ein tolles Konzept auf die Beine gestellt wurde", so
Deinzer. Mit dem Bonndorfer Busunternehmen Vesenmayer hat
man einen Unterstützer gefunden, ebenso in allen Gemeinden,
die das Projekt finanziell Unterstützung.
Da sich
die Veranstalter an den eigenen Wochenenden keine Konkurrenz
machen, handelt es sich um ein tatsächliches Zusatzprogramm
für alle Kulturinteressierten, die nun nicht fürchten
müssen, bei Nacht und Nebel durch den Schwarzwald
chauffieren zu müssen, um nach der Vorstellung nach Hause zu
kommen. "Auch das ein oder andere Viertele ist so erlaubt",
freut sich die Bonndorferin.
Das
Programm und die Fahrpläne sind ebenso wie die Karten bei
den örtlichen Vorverkaufstellen zu bekommen, bis einen Tag
vor der Veranstaltung. Sie beinhalten den Eintritt für die
Veranstaltung und lediglich zwei Euro für Hin und Rückfahrt.
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